Geschichte-PLB

Bereits im Jahre 1889 wurden die ersten Pläne für eine Bahn von Zell am See in den Oberpinzgau bekanntgegeben, doch dauerten die Vorarbeiten bis 1896. Damals wurde der Firma "Pinzgauer Lokalbahngesellschaft" die Konzession zum Bau und Betrieb einer schmalspurigen Lokalbahn von Zell am See über Mittersill nach Krimml erteilt. Am 3. Jänner 1898 wurde die Bahn feierlich eröffnet, und dem Betrieb übergeben. Am Anfang gab es nur 2 Personenzüge, wobei einer auch noch den Güterverkehr übernehmen musste.
Schon bald zeigte es sich, dass man einem Defizit entgegen fuhr und deshalb wurde die PLB 1906 von der K.K Staatsbahn (Direktion Innsbruck) übernommen. Nach dem 1. Weltkrieg tauchten die stärkeren Dampflokomotiven der Reihe U auf. Aufgrund der allgemeinen Depression in den 30er Jahren, musste man die heimische Lok- und Waggonbauindustrie beschäftigen. Es entstand die Reihe 2041 (heutige 2091), welche ihren Probebetrieb auf der PLB hatte und sich voll bewährte. Man benötigte nur mehr einen Lokführer und die Diesellokomtiven liesen auch höhere Geschwindigkeiten, als der in die Jahre gekommene Wagenpark, zu. Deshalb wurden ab 1932 schrittweise moderne 4-Achs-Neubaupersonenwagen (sogenannte Stromlinienwagen oder auch Krimmlerwagen) eingesetzt. Diese Wagen sind teilweise heute noch immer im Planeinsatz anzutreffen.

2095.06 zieht die modernen Krimmlerwagen

2091.03 1999 in Führt Kaprun (Fotoarchiv: Manfred S.)

1938, nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland, ging die Pinzgauerbahn an die Deutsche Reichsbahn (DR) über. Nach 1945 kam die Bahn wieder in den Besitz der Österreichischen Bundesbahnen und fiel unter den Zuständigkeitsbereich der Direktion Linz.

Ab 1961 ging die Dampfära zu Ende, es folgte der Einsatz starker Diesellokomotiven, der Reihe 2095, die heute noch ihren Dienst versehen. In den 50ger Jahren gab es zahlreiche Gütertransporte, wie z.B.: für die Kraftwerkskette im Weißseegebiet (Uttendorf im Pinzgau).
Am 17. Dezember 1962 erreichte letztmalig ein planmäßiger Dampfzug, bespannt mit der Lok 298.05 den Bahnhof Krimml. Am 20.Okt 1963 musste jedoch wegen Ausfalls einer Diesellok noch ein letztes Mal angeheizt werden, allerdings war dies ein Güterzug, der nur bis Niedernsill geführt wurde.
Anfang Mai 1986 kam der erste moderne Triebwagen der Reihe 5090 zum Einsatz, wovon heute 6 Stück auf der Pinzgauerbahn im Einsatz sind. Diese bewährten sich besonders im Stadtverkehr (Zell am See- Bruckberg)
wie auch für die Gesammtstrecke Zell am See Krimml.

Alt und Neu: Doppeltraktion 5090 in Stuhlfelden (Fotoarchiv Imre K.)

1989, nach einer großen Umbauphase erhielten der Bahnhof Zell am See, sowie die Werkstätte Tischlerhäusl ihr heutiges Aussehen. Anfang der 90er Jahre wurden immer wieder Gerüchte bezüglich einer möglichen Privatisierung der PLB laut. Der Güterverkehr war für die ÖBB unrentabel geworden und die Fahrgastzahlen waren nicht sehr hoch. 1997 wurde einer der wichtigsten Streckenabschnitte begradigt- der Fürther Bogen. Dieser war eine Maßnahme der Gleisbauarbeiter von 1896/97, um einem großen Sumpfgebiet vor Kaprun auszuweichen. Am 15. November 97 konnte schließlich dieser, nun begradigte Streckenabschnitt für den Bahnverkehr freigegeben werden.

Google Earth Karte von Fürth- Kaprun

1998 kurz nach der 100 Jahr Feier der PLB wurde der inzwischen geschrumpfte Güterverkehr endgültig eingestellt und die Frachten der Straße übergeben. Zur Jahrtausendwende war die Zukunft der Bahn mehr als ungewiss und jährlich wurden neue Einstellungstermine festgelegt. 2005 sah die PLB schließlich in eine sichere Zukunft. Nachdem die ÖBB einen Zehnjahresvertrag unterzeichnete und neue Fahrzeuge in Aussicht gestellt wurden, schien es nun endlich aufwerts zu gehen. Doch das Jahr 2005 sollte nicht zum Goldenen Jahr der PLB werden.

Am 2. Juli erreignete sich der bislang schwerste Unfall der PLB in Bramberg. Bei einem Frontalzusammenstoß der 2095.02 und 2095.03 gab es zwei Todesopfer zu beklagen. Die beiden Garnituren mussten beinahe komplett ausgemustert werden.

Die 2095.02 kurz nach ihrer letzten HU, in der Halle 2095.03(Fotoarchiv: Manfred S.)

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der "Star" des Tages - die Mh 3 vor dem Heizhaus in Krimml

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